20.03.2018

 

UnternehmerinnenTreff Espelkamp – UTE


Vortrag:

Bauernregel: Eisige Wind im März - ist der Saaten Schmerz

Passend zum kalendarischen Frühlingsanfang hielt Friedrich Föst, Meteorologe aus Lübbecke, einen sehr informativen Vortrag zum Thema Bauernregeln.

Die Landwirtschaft war und ist existenziell abhängig vom Wetter. Kein Wunder also, dass die Landwirte seit jeher ein besonders großes Interesse an präzisen Wettervorhersagen haben. Heutzutage ist es nicht weiter schwierig, sich mit Wetterinformationen zu versorgen. Doch im Zeitalter vor Niederschlagsradar, Satelliten und Wettercomputern waren die Landwirte auf Wetterregeln und Weisheiten angewiesen, die sich von Generation zu Generation weitervererbten: Die Bauernregeln. Die ersten Bauernregeln in Deutschland stehen im Zusammenhang mit dem Bischof und Gelehrten Albertus Magnus, der von 1193 bis 1280 gelebt hat, also noch weit vor der Erfindung von meteorologischen Messgeräten wie Barometer und Thermometer! Viele Regeln sind also schon Jahrhunderte alt! Doch was ist heute noch "dran" an diesen Regeln? Alles Scharlatanerie oder doch Wahrheit?
Die Wissenschaft hat die Bauernregeln genau unter die Lupe genommen und statistische Zusammenhänge gefunden. Dabei mussten Kalenderreformen und der geographische Ursprung einer jeden Regel berücksichtigt werden. Eine der bekanntesten Regeln ist die Siebenschläfer Regel: „Regnet es am Siebenschläfertag, es noch 7 Wochen regnen mag.“, die Rückschlüsse auf den Wettercharakter des Sommers zulässt. Diese Regel stimmt in unseren Breiten zu immerhin 70 bis 75% aller Fälle! Eine enorme Leistung unserer Vorfahren, aus reiner Beobachtung der Natur solche Rückschlüsse zu ziehen. Eine Gabe, die der modernen Zivilisation leider heutzutage völlig abhandengekommen ist. Auch diese alten Regeln treffen noch zu: „Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun und Fass“ oder „Siehst Du die Schwalben niedrig fliegen, wirst Du Regenwetter kriegen. Fliegen die Schwalben in den Höh'n, kommt ein Wetter, das ist schön.“

Im Rahmen des Vortrages konnte Friedrich Föst, dem man beim Erklären anmerkte, dass er mit Leib und Seele „Wetterfrosch“ ist, viele Fragen zum Thema „Wetter“ beantworten. Die Organisatorinnen und Gäste waren sich einig: das war nicht das letzte Mal, dass Herr Föst bei UTE zu Gast war.

 

Interessierte Frauen (und Männer), gerne auch Nicht-Unternehmerinnen, sind bei UTE immer herzlich willkommen. Zwecks Planung der Räumlichkeiten wird um Anmeldung gebeten. Anmeldungen zu den Terminen werden bis montags  vor der Veranstaltung, 18.00 h, entgegen genommen. Dieses ist über die Internetseite www.ute-web.com möglich oder telefonisch bei Ruth Graf Büroservice (Tel. 05474 3043935) oder Beate Henke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp (Tel. 05772 562-108).

Der Einlass nach 19.30 h ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

 

Von Nichtmitgliedern wird ein Kostenbeitrag von € 10,00 erhoben. Mitgliedsfrauen zahlen € 5,00. Im Preis ist ein Begrüßungsgetränk enthalten.