21.11.2006

 

UnternehmerinnenTreff Espelkamp – UTE
Vortrag: "Lebenslanges Lernen"

16 Teilnehmerinnen und 1 Teilnehmer fanden sich zur Vortragsveranstaltung im GAZ in Espelkamp ein.

Die Referentin Angelika Gauselmann erklärte zu Beginn, dass die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen in der heutigen Welt auch Auswirkungen auf das Lernverhalten der Bevölkerung haben. Niemand könne mehr davon ausgehen, dass eine Berufsausbildung für das gesamte Leben ausreichend sei. Daher sei die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen unabdingbar. Allerdings seien gegenwärtig nur etwa 20 % der Bevölkerung der Meinung, dass Weiterbildung für sie eine persönliche Bereicherung darstelle.

Sie rate zum Lernen in jeder Lebensphase, denn Lernen trainiere das Gehirn und mache flexibler. 40jährige lernen z. B. für eine neue berufliche Orientierung, während 80jährige lernen, um ihren Geist fit zu halten und eine Altersdemenz zu vermeiden. Die Aufnahme von Lerninhalten werde sehr stark durch die Art der Wahrnehmung beeinflusst. Durch Lesen werde 10 % des Lerninhalts aufgenommen, durch Hören 20 % durch Hören und Sehen dagegen schon 50 %, am meisten bleibe hängen, wenn eine Sache selber getan werde.

Sie führte weiter aus, dass 50 % der Bevölkerung über die linke Gehirnhälfte gesteuert seien und die andere Hälfte über die rechte Gehirnhälfte gesteuert werde. Linksgesteuerte Personen agieren häufig logisch, rational und analytisch, wohingegen die Rechtsgesteuerten Menschen intuitiv, ganzheitlich und einfallsreich handeln würden. Sehr wichtig sei es, beide Gehirnhälften zu trainieren.

Darüber hinaus wies sie auf den Einsatz sog. Mind-Maps hin, machte Ausführungen zu äußeren Bedingungen beim Lernen und gab Tipps zum Einsatz von Lernhilfen wie Bilder, Sprüche, Metaphern etc. Sehr wichtig sei es außerdem, den Lehrstoff regelmäßig zu wiederholen.

Kleine praktische Übungen lockerten den Vortrag auf. Sehr aufschlussreich war das gemeinsame Aufsagen des sog. Hemisphären-Alphabets. Dabei musste zu jedem Buchstaben entweder der rechte, der linke oder auch beide Arme gehoben werden. Abschließend erklärte sie das Phänomen des „Flow“-Erlebnisses, dass sich einstellen kann, wenn motivierte Menschen anspruchsvolle Tätigkeiten um ihrer selbst willen ausführen und dabei Freude, ein erhöhtes Lebensgefühl und Entspannung verspüren. Es stellt sich ein „Automatismus“ ein, man spürt kein Zeitgefühl mehr, es ist alles im „Fluss“ und funktioniert scheinbar ganz von alleine.

 

 

Das nächste UTE Treffen ist am 20. März 2007 im Westfalen-Hof in Rahden. Nach einer Betriebsbesichtigung des Westfalen-Hof findet im Anschluss ein gemütliches Beisammensein gemäß dem Motto „Klüngeln – Klönen - Kontakte pflegen und knüpfen“ statt.

 

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung zu der Veranstaltung gebeten. Dieses ist über die Internetseite www.ute-web.com oder telefonisch bei Beate Henke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp, Tel. 05772/562108 oder der Kooperationspartnerin Ruth Graf Büroservice, Tel. 05743/2373, möglich.

 

Fotos: Patrick Menzel, Extrablatt vom Zeitungsjungen (EvZ)