29.10.2011

 

UnternehmerinnenTreff Espelkamp – UTE
Vortrag: Streiten will gelernt sein

 

Streiten will gelernt sein. Dieses Thema war Inhalt des letzten Vortrags in diesem Jahr.

Gutes Streiten gelingt nicht immer. Manche sind zu aggressiv und gehen ihren Partner an statt das Problem, manche wiederum sind zu harmoniebedürftig und kehren zu viel unter den Teppich. Beide Verhaltensweisen wirken sich negativ auf die physische und psychische Gesundheit aus, was Ursel Schellenberg, Diplomsozialpädagogin und Mediatorin, bei einem Vortrag beim Unternehmerinnen-Treff in Espelkamp eindrucksvoll erläuterte. Das konstruktive Streiten sei es, was gelernt werden müsse.

„Wir denken oft schon darüber nach, was wir gleich antworten, anstatt erst einmal genau hinzuhören, was der Partner uns sagen will. Dann reagieren wir schon, obwohl wir noch gar nicht richtig verstanden haben“, führt Schellenberg aus. Oftmals sind es Kommunikationsstörungen, die dann zum Konflikt führen. Manchmal komme es auch zu unklaren Äußerungen, an die Erwartungen geknüpft sind. Werden diese nicht erfüllt, weil sie gar nicht verstanden wurden, entstehe Enttäuschung. Klar sagen, was man meint und vom anderen erwartet, kann hier eine Hilfe sein. Laut Schellenberg hören wir mit dem Beziehungsohr besonders sensibel und wehren uns gegen vermutete Bevormundung.

Um für den nächsten Streit besser gerüstet zu sein, gab Schellenberg fünf Tipps mit: Gefühle nicht wie Rabattmarken einkleben und abrechnen, sobald das Buch voll ist. Dabei komme es bei kleinsten Streitanlässen zu einer Generalabrechnung vieler Streitthemen. Auch helfe es viel, die kleinen Wörtchen „nie“, „immer“ und „sowieso“ bei Streitgesprächen weg zu lassen, weil diese Wörter nur verallgemeinern und aufheizen. Besser sei es, sich auf einen Konflikt gut vorzubereiten, Gefühle zu klären und auf Verabredung zu streiten. Dabei sei es gut, den anderen nicht anzugreifen und sich selbst nicht angreifen zu lassen. In manchen Fällen helfe es, auch mal ein klares Nein zu sagen. Dies kann man sogar sehr klar als ein positives Nein formulieren, was einen Kompromiss zwischen den Beteiligten zulässt.

Der Vortrag machte auf jeden Fall Mut, Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sich ihnen konstruktiv zu stellen.

 

Der nächste Vortrag findet am 17. Januar 2012 um 19.30 Uhr im GAZ, Fritz-Souchon-Str. 27, Espelkamp statt. Zum Thema „Bewegter Alltag - Wie Frau Sport in den Alltag einbinden kann“ referiert Ruth Rosenbohm, Aerobic-Trainerin und Rückenschulleiterin, Espelkamp.

 

Aber auch nicht den Kinoabend vergessen. Aus organisatorischen Gründen findet er 1 Tag früher als geplant statt, nämlich am

Dienstag, 15.11.2011

Einlass ist ab 19 Uhr, um 20 Uhr beginnt der Film. Der Abend klingt mit Punsch und Keksen aus. Wir hoffen auf zahlreiches erscheinen.

 

 

Interessierte Frauen (und Männer), gerne auch Nicht-Unternehmerinnen, sind bei UTE immer herzlich willkommen. Zwecks Planung der Räumlichkeiten wird um Anmeldung gebeten. Anmeldungen zu den Terminen werden bis montags  vor der Veranstaltung, 18.00 h, entgegen genommen. Dieses ist über die Internetseite www.ute-web.com möglich oder telefonisch bei Ruth Graf Büroservice (Tel. 05743-2373) oder Beate Henke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp (Tel. 05772/562108).

Der Einlass nach 19.30 h ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

 

Von Nichtmitgliedern wird ein Kostenbeitrag von 8,00 Euro erhoben. Im Preis ist ein Begrüßungsgetränk enthalten.