16.03.2010

 

UnternehmerinnenTreff Espelkamp – UTE
Vortrag: Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit - Rhetorik, einmal humorvoll anders

 

Vom Essig-Abschmecker bis zur erotischen Schwungmasse - Rhetorik, einmal humorvoll anders.

Wieder einmal freuten sich die Organisatorinnen von UTE, dem UnternehmerinnenTreff Espelkamp, Rahden, Stemwede und Umgebung über ein volles Haus. Ruth Graf dankte dem GAZ für die Bereitstellung der Räumlichkeiten, dessen Kapazität mit über 100 Anmeldungen erschöpft war.

Maike Carls, Diplom-Pädagogin für Erwachsenenbildung aus Friedeburg, gab humorvolle Eindrücke in die Kunst der Rhetorik zum Thema „Sicheres Auftreten bei vollkommener Ahnungslosigkeit“ – in einer etwas anderen Weise. In ihrer lustigen und unkomplizierten Art stellte Maike Carls sich vor: „Ich heiße Maike Carls, bin blond, über 50, in den Wechseljahren, Ostfriesin und bin Diplom-Pädagogin für Erwachsenenbildung. Das habe ich gelernt. Ob ich das gut mache, ist eine andere Frage. Bitte schrauben Sie Ihre Erwartungen ganz weit nach unten!“ Und schon hatte sie die Lacher auf ihrer Seite – Einstimmung auf einen entspannten, humorvollen Abend, bei dem sehr viel gelacht wurde. Rhetorik in humorvoller Weise.

Sie erläuterte den Anwesenden, dass 56 % Körpersprache, 37 % Stimme und 7 % Inhalt das Erscheinungsbild einer Person ausmachen. Maike Carls vermittelte, dass mit Humor vieles einfacher ist - eben Rhetorik humorvoll anders. Ein Vortrag, in dem es einige konkrete Tipps sowie viele Informationen zum eigenen Auftreten und der Umsetzung für die humorvolle Kommunikation gab. Auf die Frage „Gibt es in Espelkamp auch Essig-Abschmecker?“ stutzten die Teilnehmer. „Na das sind die, die immer mit einem säuerlichen Gesicht rum laufen und zum Lachen in den Keller gehen. Gehen Sie lächelnd auf Ihr Gegenüber zu – und schon bekommt das Gespräch eine ganz andere Richtung. Glauben Sie mir, ich habe keine Ahnung – aber davon ganz viel!“

Sie vermittelte in ihrem Vortrag den Teilnehmern die „Ängste“ zu nehmen, wenn z.B. in einem Gespräch nicht alles bekannt ist: „Bekennen Sie Farbe. Ich weiß nicht alles, aber ich kann mich schlau machen und melde mich wieder bei Ihnen!“ Und als wichtiges Detail nannte sie immer wieder „Lächeln Sie!“ Es verändert Ihre Stimme und vermittelt einen positiven Eindruck. Wo ist Ihr Humor? Setzen Sie ihn ein und zeigen Sie ihn! Lächeln Sie! Es zahlt sich aus und macht Sie herrlich attraktiv! Verfeinern Sie Ihre Rhetorik mit Bildern und Anekdoten. Stellen Sie Blickkontakt her, halten Sie ihn. Achten Sie auf Ihre Gestik, Mimik, Körpersprache und Haltung (Füße hüftbreit auseinander, Hände oberhalb des Bauchnabels). Wie wirkt Ihre Stimme: fragen Sie andere? Und Sie können Ihre Stimme verändern, ein bisschen Training tut gut.

Maike Carls verwies auf zwei Kommunikationsgruppen. Sie nannte die „Wolfs-Gruppe“: Wölfe warten darauf, dass der Wald anders zurückruft – Ausgangspunkt war: wie es in den Wald rein schallt, so schallt es zurück. Der „Wolf“ ist mit vielen Vorwürfen unterwegs, findet das Haar in der Suppe – und wenn er es selbst rein geworfen hat, ist nicht einsichtig und macht sich keine Freunde. Das Gegenstück ist die „Giraffen-Gruppe“: Pfiffig wie eine Giraffe. Sie behält den Überblick, guckt von oben und gibt anderen eine Chance. „Sehen Sie viele Dinge einfach positiv und Sie geben die positive Ausstrahlung weiter. Das Gespräch nimmt einen positiven Verlauf: der kritische Blick auf den Schokoladen-Bauch ist out – die erotische Schwungmasse ist in.“ Und schon hatte sie wieder alle Lacher auf ihrer Seite.

„Das Wichtigste: Seelenvitamin A – Aufmerksamkeit – Anerkennung – Akzeptanz. Wenn Sie das ausüben“, so Maike Carls, „haben Sie mit Ihrer Kommunikation viel erreicht.“

Durchweg lächelnde, zufriedene Gesichter verließen das GAZ – ein Rhetorikvortrag in einer etwas anderen Art und Weise. Ruth Graf, „Frontfrau“ bei UTE, war ebenso wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert. In den Feedbackbögen der Veranstaltung fand sie durchweg positive Anmerkungen: „Tolle Veranstaltung, so sollen Vorträge sein – der Abend war super! Was wollen wir mehr?“

 

Der nächste Vortrag findet am 20. April 2010 um 19.30 Uhr im GAZ, Fritz-Souchon-Str. 27, Espelkamp statt. Zum Thema „Die Tiefen von Outlook – Outlook bedeutet nicht, nur E-Mails zu schreiben“ referiert Angelika Gauselmann, PC Schule Gauselmann aus Rahden.

 

Interessierte Frauen (und Männer), gerne auch Nicht-Unternehmerinnen, sind bei UTE-Veranstaltungen immer herzlich willkommen. Zwecks Planung der Räumlichkeiten wird um Anmeldung gebeten. Dieses ist über diese Internetseite möglich oder telefonisch bei Ruth Graf Büroservice (Tel. 05743-2373) oder Beate Henke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Espelkamp (Tel. 05772/562108).

Von Nichtmitgliedern wird ein Kostenbeitrag von 8,00 Euro erhoben. Im Preis ist ein Begrüßungsgetränk enthalten.